Historie

FRIEBEL Werbeagentur und Verlag – Historie

Das Unternehmen Friebel Werbeagentur und Verlag wurde 1990 gegründet und hat seit 1992 seinen Sitz in der Pillnitzer Landstraße 37.

Die Firma wurde als Einzelunternehmen von Holger Friebel gegründet. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit waren anfangs Werbe- und Grafikleistungen für Unternehmen und kulturelle Einrichtungen, später auch die Herstellung von Zeitschriften, Büchern und Kalendern, die Gestaltung und Produktion von Ausstellungen sowie die Erstellung und Pflege von Internetseiten.

Gründerjahre ab 1990

Der Grafikdesigner, Ausstellungsgestalter, Zeitungsmacher und Zeichner Holger Friebel (*1962 in Dresden-Loschwitz) verbrachte zunächst nur sein erstes Lebensjahr in Loschwitz. In der Zeit bis zum Abitur an der Kreuzschule 1981 gehörte er zu den Gästen der legendären Kellerkneipe von Matz Griebel und zu dessen »Jugend- und Loschwitz-Fan-Club«, in dem er lernte, Heimatgeschichte mit anderen Augen zu sehen. Wegen regimekritischer Zeichnungen und Gedichte wurde Holger Friebel politisch inhaftiert und konnte danach kein Studium aufnehmen. Vor der Selbstständigkeit war Holger Friebel als Werbemittelhersteller, als stellvertretender Abteilungsleiter in der Werbeabteilung der Konsumgenossenschaft Dresden und als Grafiker in der HO-Bezirksdirektion Dresden tätig. Er ist verheiratet mit der Ärztin Dr. Barbara Friebel und hat zwei Kinder, Elsa und Gustav. In seiner Freizeit betätigt sich Holger Friebel auf dem Gebiet der freien Handzeichnung.

Der Start am 2. Mai 1990 für die damals noch »Werbeidee Friebel« benannte Ein-Mann-Firma erfolgte lediglich ausgerüstet mit Schere, Bleistift, Radiergummi und eigenem Firmen-Fahrrad. Ein erster D-Mark-Auftrag – noch war in Dresden die DDR-Mark gültig –,der über den frühesten Auftraggeber, die Städtischen Bibliotheken Dresden, zustande kam, verschaffte ein Investitions-Budget von 1000 DM.

Zunächst musste das frischgebackene Ehepaar Friebel sein 12-Quadratmeter-Zimmer für Werkstattzwecke mit der jungen Firma teilen. Dann kam man auf der Suche nach Arbeitsraum – die Büromieten explodierten gerade – bei Freunden in der Neustadt unter. Computer als Arbeitsmittel wurden nötig. Mangels Eigenkapital gab es keinen Kredit, dafür die Bekanntschaft mit Kollegen.

Zu dritt wurde schließlich zusammengelegt für den ersten Apple-Macintosh. Zwölftausend Mark für einen gebrauchten Mac IIcx hören sich heute märchenhaft an. – Drucker und Bildschirm kosteten noch extra. Ebenfalls zu dritt konnte man sich mit einem Ein-Tages-Crash-Kurs am »Henkel-Mac« mit 9-Zoll-Bildschirm fit machen für die computergestützte Zukunft. Eine willkommene Grundlage des Erfolges wurde das benutzerfreundliche Apple-Betriebssystem. Der nette Ausbilder aus den »alten« Bundesländern verbreitete Optimismus: Nicht zu Unrecht, sind doch mehr als ein gestandenes Werbe- und Verlagsunternehmen aus der Ein-Mac-Keimzelle gewachsen. Der »Rechner-Opa« steht noch im Büro auf der Pillnitzer Landstraße.

Zu den Kunden der ersten Stunde der Werbeagentur Friebel gehörte die IHK Dresden – von Heft 1 an bis heute wird die Titelseite des »IHK-Wirtschaftsdienstes«, heute als Zeitschrift »wirtschaft«, gestaltet. Seit 1992 ist Holger Friebel Mitherausgeber, Gestalter und Verlagsleiter der Zeitschrift »DER ELBHANG-KURIER«. 1993 begann Holger Friebels Arbeit für das Elbhangfest, dessen Plakat er seit 1994 gestaltet und für dessen Konzeption er seit 1997 verantwortlich zeichnet. Erste Mitarbeiter wurden 1992 eingestellt. 1994 bezog die Firma eigene Büroräume im dafür errichteten Anbau am Haus Pillnitzer Landstraße 37.

Haus- und Familiengeschichte

Dieses Gebäude wurde 1934 vom Urgroßvater des Unternehmers, Fleischermeister Carl Hering, als eigenes Sommerquartier und als Wohnhaus für seine Tochter Elsa und deren Mann Oskar Friebel errichtet. Carl Hering war Besitzer des Gasthofes »Loschwitzer Hof« mit Saal und eigener Fleischerei in der Blumenstraße in der Johannstadt. Beim Bombenangriff 1945 auf Dresden wurde auch der »Loschwitzer Hof« zerstört. Die Familie Hering wohnte da schon mit in der Pillnitzer Landstraße 37. Hier wurde ihr Enkel Rolf, der Vater von Holger Friebel geboren. Rolf Friebel gehört zu den kaum in der Öffentlichkeit stehenden Loschwitzer »Urgesteinen«, die nichtsdestotrotz immer für ihre Familie und ihren Heimatort da sind.

Obwohl der gebürtige Loschwitzer schon 1962 »auswanderte« – allerdings nur bis nach Tolkewitz – hat ihm das Unternehmen viel zu verdanken: Nach dem erzwungenen Vorruhestand durch das Aus für »Messelektronik Dresden« mutete er sich ab 1993 den Stress eines beruflichen Neuanfangs bei unserer in Gründung befindlichen Werbeagentur mit Zeitungsverlag zu. Er und seine Frau Gisela unterstützten das junge Unternehmen als Teilzeitkräfte bei Ausstellungstechnik, Verlagsarbeit und Buchhaltung. Statt geordneter Verhältnisse als Chef der Standardisierungs-Abteilung eines Großbetriebes kamen auf den studierten Elektroakustiker eine Fülle neuer Herausforderungen zu: Die Beherrschung vorher nie gesehener Apple-Computer, Improvisationstalent als Ausstellungsbauer, Lauffreude als Zeitungsbote und Rechenkünste eines kaufmännischen Verlagsleiters waren gefragt – in einer Person! Heute koordiniert Rolf Friebel die Arbeit der vielen Autoren der entstehenden Loschwitz-Chronik.

Beginn der Verlagstätigkeit und wichtige Kunden der Vergangenheit

1998 wurde Holger Friebel Sponsor und Gestalter der Open-Air-Ausstellung »Künstler am Dresdner Elbhang« entlang der Pillnitzer Landstraße, aus der sich 1999 die erste Buchpublikation seines Verlages, gemeinsam mit dem Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e. V. entwickelte: »Künstler am Dresdner Elbhang«. 2007 erschien Band 2. Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie und das Dezernat Umwelt der Stadt Dresden kamen als langjährige Auftraggeber für Druckvorstufe und Ausstellungsgestaltung zum Unternehmen. Mit dem Aufschwung der Hochtechnologie in Dresden konnten weitere Kunden gewonnen werden. SIEMENS, der Landeswettbewerb »Jugend forscht« und das Dresdner Werk von Infineon wurden jahrelang betreut. Höhepunkte des Jahres 2000 waren die Entwicklung des Logos und die Messestand-Gestaltung in München für »Silicon Saxony« – einem Netzwerk des Technologiezentrums Dresden für Unternehmen der Elektronik- und Halbleiterbranche. Im gleichen Jahr entstanden für das Dezernat Stadtentwicklung und Bau der Landeshauptstadt Dresden unsere bisher größte Open-Air-Ausstellung »Dresden – Europäische Stadt« im Stadtzentrum und die dazugehörige Begleit-Broschüre. Die Dresdner Niederlassung von Sanitär-Heinze war lange Kunde unseres Unternehmens im Bereich Print- und Außenwerbung.

Seit 2008 firmieren wir als »FRIEBEL Werbeagentur und Verlag GmbH«. Inzwischen haben sich die Themenschwerpunkte auf die Bereiche Medizin-, Kultur-, und Immobilienwirtschaft verschoben. Großkunden sind das Verkehrsmuseum Dresden und das Tom-Pauls-Theater Pirna geworden. Die meisten Geschäftspartner kommen aus dem Großraum Dresden. Ein treuer Kundenstamm ermöglicht eine stabile Auftragslage.

Heute entstehen in unserem Verlag Zeitschriften für die Industrie- und Handelskammer Dresden (»ihk wirtschaft«), die Stadtentwässerung Dresden (»Klaro«) und die Regionalzeitung »DER ELBHANG-KURIER.«

Ausgewählte Arbeiten im Überblick

Gestaltung von Büchern und Broschüren (Auswahl)

Ausstellungsgestaltungen (Auswahl)

  • 2008 »Wäschelabyrinth« im Rahmen des Elbhangfestes
  • 2010 »Von Loschwitz nach Amerika – Fotografien von August Kotzsch«, Stadtmuseum Dresden
  • 2011 »Zwei Räder – Vier Takte« AWO-Motorräder, Verkehrsmuseum Dresden
  • 2011 »Kripperl Schau’n« Weihnachtsausstellung, Stadtmuseum Dresden
  • 2012 Mitarbeit an der Konzeption/Grafik der ständigen Ausstellung »Luftreise«, Verkehrsmuseum Dresden
  • 2012 »Akt im Grünen« im Schlosspark Pillnitz im Rahmen des Elbhangfestes

Grafik-Design (Auswahl)

  • 2008 Corporate Design Verkehrsmuseum Dresden
  • 2008 Gestaltung der Zeitschrift »ihk wirtschaft« der IHK Dresden
  • 2009 Corporate Design Feinbäckerei Siemank, Dresden-Laubegast
  • 2010 Festschrift zum 100. Firmenjubiläum der Bäckerei Wippler – »Wipplers Backpapier«
  • 2011 Corporate Design Tom Pauls Theater Pirna

Ausstellung von Zeichnungen

  • »Galerie Traumstraße«, Elbhangfest 2010
  • Personalausstellung im Peter-Ulrich-Haus Pirna, 2012
  • »Kraft der Farbe – Romantik der Linie« in der Praxisklinik Herz und Gefäße, 2013
  • »Heckengeblätter« – Schlosspark Dresden-Pillnitz, 2014