Landesamt für Denkmalpflege – »Heinrich Graf von Brühl«

Kalender »Heinrich Graf von Brühl« für das Landesamt für Denkmalpflege Dresden, 2014
Kalender »Heinrich Graf von Brühl« für das Landesamt für Denkmalpflege Dresden, 2014

Landesamt für Denkmalpflege –
Kalender »Heinrich Graf von Brühl«

Exklusiver Kalender für 2014 mit besonderer Kombination von attraktiven Deckblättern und informativen Rückseiten


Aus dem Geleitwort von Prof. Dr. Rosemarie Pohlack, Sächsische Landeskonservatorin:
»Das Jahr 1763 brachte eine deutliche Zäsur auch für die sächsische Kulturgeschichte: Am 15. Februar beendete der Friedensschluss zu Hubertusburg den Siebenjährigen Krieg, am 5. Oktober starb Friedrich August II. und am 28. Oktober dessen Premierminister Heinrich Graf von Brühl. So war es nur folgerichtig, dass wir bereits mit unserem Kalender 2013 jenes Jahres gedachten, uns zunächst jedoch der grandiosen Schlossanlage und dem Friedensschluss widmeten. An diese Thematik wollen wir nun mit unserem Kalender 2014 anschließen.

Nicht nur die Bautätigkeit und Sammelleidenschaft zweier Herrscher im 18. Jahrhundert − Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich Augusts II. − haben das Bild der ehemaligen Residenzstadt Dresden und des Landes geprägt. Sichtbare Zeichen setzten weitere Persönlichkeiten des Dresdner Hofes. Eine herausragende Stellung nahm hier der 1746 zum Premier­minister ernannte Heinrich Graf von Brühl ein. So unterschiedlich sein Wirken insgesamt noch heute beurteilt wird, so hat er doch zweifellos die sächsische Kunstlandschaft als Leiter der kurfürstlich-königlichen Sammlungen, als Oberdirektor der Meißener Porzellanmanufaktur und als Generalintendant der Dresdner Oper entscheidend bereichert.

Die Baukunst förderte er durch eigene Aufträge, die einige der bedeutendsten Palais- und Schlossbauten wie auch Gartenanlagen des sächsischen Rokoko entstehen ließen – zumeist unter Leitung des Oberlandbaumeisters Johann Christoph Knöffel. Dazu zählen Anlagen in Dresden wie die Brühlsche Terrasse ebenso wie sein einstiges Palais an der Augustusstraße und der als sommerlicher Vergnügungsort dienende Garten in der Friedrichstadt mit dem großartigen Neptunbrunnen. Außerhalb Dresdens, etwa in Nischwitz bei Wurzen, Oberlichtenau bei Pulsnitz oder Pförten/Brody im heute polnischen Teil der Niederlausitz, besaß Brühl zahlreiche Güter. Er ließ auch sie von bedeutenden Künstlern auf das Prächtigste ausgestalten. Mit diesen privaten Aufträgen avancierte Brühl zur zentralen Figur des sächsischen Mäzenatentums seiner Zeit. Das Landesamt für Denkmalpflege widmet seine Jahresausstellung 2013/14 ebenfalls dem Bauherren und Mäzen Heinrich Graf von Brühl. …«

Auch die Gestaltung der Ausstellungstafeln übernahm das Team von FRIEBEL WV.